Die Mitglieder
  

King Kalli
Aachen

Die Familienzeitung KingKalli erscheint seit 2003 in Verlag "um die Ecke". Seit 1998 bringt der Verlag "um die Ecke" bereits den Stadtführer "Rundum Familie und Kind" heraus.
Diese Adress-Datenbank auf 144 Seiten war die Idee für die Diplomarbeit von Birgit Franchy.
Birgit Franchy studierte in Aachen und hatte mit 24 und während des Studium einen Sohn bekommen.
Als Nicht-Aachenerin war es sehr schwer, Adressen zu finden, die Familien Informationen bieten. So entstand die Idee zur Diplomarbeit, die dann veröffentlicht wurde. Das Adressbuch ist inzwischen 5 x erschienen. Birgit Franchy bekam ihren zweiten Sohn und hatte wieder eine neue Idee. KingKalli ist die logische Fortsetzung des Adressbuches. Irgendwann war klar, dass auch aktuelle Termin übersichtlich zusammengestellt werden müssen.
KingKalli erscheint seit 2003 zweimonatlich mit Sonderthema, Magazin, Pinnwand mit Kursen und Tageskalender. Die Termine finden sich auch im Internet unter www.kingkalli.de

Webseite:
www.kingkalli.de

 

Unser aktueller Artikel

Welcher Ranzen für mein Kind?
Für die Sechsjährigen beginnt in diesem Sommer mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. Und die Zehnjährigen verlassen nach der vierten Klasse die Grundschule, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Beides Situationen, in denen der Kauf eines Schulranzens oder Schulrucksacks ansteht.
Viele Schulranzen sehen schön aus, was für Kinder entscheidend ist. Aber viel wichtiger als das Design sind Sicherheit und Trageeigenschaften. Dörte Schulz hat für KingKalli die wichtigsten Fakten recherchiert und für Sie zusammengestellt.

Wie sieht ein sicherer Ranzen aus?

Die Stiftung Warentest hat im April 2009 letztmalig Schulranzen diverser Hersteller getestet und darüber hinaus ein Merkblatt veröffentlicht, das alle Details aufführt, die beim Kauf zu beachten sind. Dabei orientiert sie sich an der Schulranzennorm DIN 58124. Die ist kein Gesetz, aber Stand der Technik und Maßstab für gute Qualität.
Danach muss ein Großteil der Außenfläche eines Schulranzens so gestaltet sein, dass das Kind im Straßenverkehr auffällt. Mindestens 10 Prozent dieser Fläche sollte mit einem sogenannten Katzenaugeneffekt ausgestattet sein. Der sorgt dafür, dass das Licht - etwa von Autoscheinwerfern - reflektiert wird. Weitere 20 Prozent der Außenfläche müssen wie Rettungswesten funktionieren, also tagsüber und in der Dämmerung grell leuchten. Als besonders schützend haben sich die Farben Orange und Gelb erwiesen. Dennoch sucht man Schulranzen mit ausgeprägten Warnflächen in den Geschäften oft vergeblich, weil Kinder die Leuchtfarben angeblich nicht mögen und sich die grellen Töne oft mit den Motiven "beißen", die den Ranzen zieren. Dabei schließen sich Design und Sicherheit nicht aus. Es gibt sehr wohl ansprechende Ranzen, die die Sicherheitsanforderungen erfüllen, man muss sie nur finden. Hier sind die Händler gefordert, aber auch die Eltern, die sie im Geschäft verlangen und beim Nachwuchs durchsetzen müssen.
Wichtig ist auch, dass auf dem Ranzen ein GS-Zeichen und ein Normaufkleber prangt. Dann ist der Ranzen sicher, wasserdicht und praktisch.

Ergonomischer Tragekomfort

Des Weiteren sollte er über gepolsterte Schultergurte verfügen. Diese sollten mindestens vier Zentimeter breit sein. Zu dicke Polster können unter den Armen scheuern. Mit verstellbaren Riemen lässt sich die Oberkante des Ranzens genau auf Schulterhöhe bringen. Das Kind sollte den Ranzen zur Probe einmal am Tragegriff anheben. Berühren die Gurte dabei noch den Boden, sind sie zu lang und es besteht Stolpergefahr. Gut, wenn die Gurte Leuchtstreifen haben, dann fällt das Kind auch von vorne auf.
Empfehlenswert ist ein Ranzen mit gepolstertem Rückenteil. Das Polster sollte nicht zu dünn sein, sonst spürt das Kind etwa Bücherecken durch. Am besten eignet sich ein ergonomisch geformtes Ranzenmodell, dessen Rückenteil also der natürlichen Form der Wirbelsäule nachempfunden ist. Ein guter Ranzen schmiegt sich an den Rücken an, liegt fest an beiden Schulterblättern des Kindes an, schließt am Beckenknochen ab und ragt auch nicht über die Schultern hinaus. Das Kind sollte beim Einkauf testen, ob der Ranzen wirklich angenehm sitzt. Lassen Sie es ihn mit Inhalt in dünner und dicker Kleidung anprobieren, da Sie nur so feststellen können, ob er drückt oder scheuert.
Die Seitentaschen sollten genug Platz für eine Trinkflasche haben und fest schließen, damit diese sicher steht und nicht auslaufen kann. Der Griff zum Tragen muss weit genug sein, außerdem gut gepolstert und griffig. Ideal sind zwei Griffe - einer am Deckel zum Tragen und einer am Rückenteil zum Aufhängen. Eltern sollten darauf achten, dass Bücher und DIN-A4-Hefte bequem in die Schultasche passen. Für die Anzahl der Fächer im Innenraum gibt es keine Vorgaben, darüber sollte der individuelle Bedarf entscheiden. Der Deckel sollte sich weit öffnen lassen und nicht von allein zurückschlagen. Das Schloss muss stabil und leichtgängig sein. Je leichter der Ranzen ist, desto besser. Das Gewicht leerer Ranzen reicht etwa von 900 bis 1500 Gramm. Wichtig ist, dass sie auch leer fest im freien Raum stehen können.

Tipps vom Vorsitzenden des Deutschen Orthopäden-Verbandes

Dr. med. Nils Graf Stenbock-Fermor, Vorsitzender des Deutschen Orthopäden-Verbandes e. V. mit Praxis in der Wilhelmstraße 8 in Aachen, unterstreicht, dass die Schultasche auf den Rücken gehört und zwar auch bei größeren Kindern! Er betont: "Die Schultasche sollte mit beiden Schultergurten auf dem Rücken getragen werden!" Taschen, die die Schultern einseitig belasten, sind genau so ungünstig, wie Schultrolleys. Häufig müssen die Kinder sie doch schleppen und hochheben, etwa in den Bus, über den Bordstein oder in den oberen Stock der Schule. Das kann das Kreuz mehr belasten, als den Ranzen auf dem Rücken zu tragen. Das gilt auch für ein verdrehtes Hinter sich Herziehen. Problematisch ist für den Orthopäden das Gewicht, das ein gepackter Ranzen mitunter haben kann. Ein Erstklässler sollte nicht mehr als drei Kilo Gewicht auf seinem Rücken tragen, wobei das Eigengewicht der Schultasche zu berücksichtigen ist. Hilfreich ist es, wenn schwere Bücher in der Schule verbleiben können und nicht immer mit nach Hause genommen werden müssen. Hier sieht er eine negative Entwicklung, da die Realität sich oft anders gestaltet. Und natürlich sollte der Ranzen jeden Abend neu gepackt und nur das Nötigste mitgenommen werden. Das Wichtigste ist, dass die Kinder durch Bewegung gut trainiert sind, dann fällt das Tragen am leichtesten.

Sichere und gute Ranzen sind teuer. Die günstigsten "guten" Ranzen kosten etwa 110 Euro, ohne Zubehör wie Federtasche oder Sportbeutel. Ranzen, die nicht der Norm entsprechen, sind kaum billiger. Es gibt sie oft in gleicher Ausführung wie die DIN-Version, aber ohne die wichtigen Leuchtflächen. Im Zweifelsfall gilt: Ein guter gebrauchter Ranzen ist besser als ein schlechter neuer. Manchmal gibt es noch günstige Restposten aus dem Vorjahr, nachfragen lohnt sich und schont den Geldbeutel.


Infos für den Schulranzenkauf in zehn verschiedenen Sprachen können Sie unter
www.verbraucherrat.di.de herunterladen.

nach oben

Fernsehkonsum bei Kindern: Initiative "Eltern+Medien" klärt auf
Maus und Elefant, Wickie und die starken Männer, Spongebob oder der Rote Traktor - schon Kinder im Kindergartenalter kennen sich oft mit den Helden des Fernsehens gut aus. Zu gut?

Wie lange darf ein vier- oder fünfjähriges Kind vor dem Flimmerkasten sitzen, ohne dass es Schaden nimmt? Kann Fernsehen nicht auch sinnvoll sein? Und wie steht es mit den anderen elektronischen Medien wie Computer, Konsolenspielen oder Handys? Wie wirkt ein Kinofilm aufs kindliche Gemüt? Eltern haben viele Fragen zur richtigen Mediennutzung ihrer Sprösslinge. Los werden konnten sie die bei zwei Veranstaltungen zum Thema "Frühkindliche Mediennutzung" im Müttercafé Aachen-Ost des Kinderschutzbundes und in der Städtischen Kita Steppenbergallee.
"Medien gehören zur heutigen Welt dazu. Kinder müssen lernen, sich in der Medienwelt zurecht zu finden", erklärt Lyra Anton, medienpädagogische Referentin des Adolf-Grimme-Instituts und Erziehungsberaterin der Erziehungsberatungsstelle Euskirchen, im Gespräch mit KingKalli. Anton verteufelt deshalb weder das Fernsehen, noch andere elektronische Medien in der Kinderwelt.

15 000 Stunden in der Schule, 18 000 Stunden vor dem Fernseher

Sie kennt aber auch nachdenklich machende Fakten: Ein Jugendlicher hat statistisch gesehen am Ende der zehnten Klasse in seinem jungen Leben 15 000 Stunden lang die Schulbank gedrückt, aber 18 000 Stunden vor dem Fernseher verbracht.
Im Kinderprogramm dürfen zwölf Minuten Werbung pro Stunde gezeigt werden, bei so genannten Familiensendungen ist die Werbezeit sogar unbegrenzt.
Dauer, Qualität und Begleitung - darauf lässt sich die "richtige" Medienerziehung herunterbrechen.

Kein Fernsehen für Unter-Dreijährige.

Zur Dauer sagt Anton: "Für Unter-Dreijährige ist Fernsehen sicher nicht sinnvoll. Kindergartenkinder sollten insgesamt nicht länger als eine halbe Stunde elektronische Medien nutzen, Grundschulkinder nicht länger als eine Stunde." Da gibt die Medienpädagogin klare Richtwerte an, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorgibt. "Kinder lernen am meisten beim Spielen, wenn sie Erfahrungen mit allen Sinnen machen können. Doch wie viel Zeit bleibt ihnen dafür, wenn sie lange vor dem Fernseher oder am Computer sitzen?"
Zur Qualität: "Die meisten Kindersendungen sind zu schnell. Kinder sind heute oft zu vielen Reizen ausgesetzt, mit deren Verarbeitung sie oftmals überfordert sind. Die Folge sind Konzentrationsschwierigkeiten", erklärt Anton. Und noch ein wichtiger Hinweis: "Altersempfehlungen sind keine pädagogischen Empfehlungen. Jedes Kind reagiert anders auf das Gesehene."

Eltern sollten wissen, was ihre Kinder sehen.

Deshalb ist die Begleitung so wichtig. "Eltern sollen wissen, was ihre Kinder sehen", meint Anton. "Kinder können Wünsche an das Fernsehprogramm haben, aber die Eltern wählen aus." Und Eltern sollten ihre Kinder gut beim Medienkonsum und danach beobachten. "Kindergartenkinder haben noch das magische Denken. Sie glauben, dass ein Traktor lebendig sein kann. Sie wissen nicht, dass ein Schauspieler nur eine Rolle spielt. Sie können sich von dem Gesehenen schlecht distanzieren", so Anton. Entsprechend verängstigt können Kinder auf vermeintlich Harmloses reagieren. "Deshalb zeige ich den Eltern auch, was sie machen können, wenn etwas ihrem Kind mal nicht gut getan hat."
Den erhobenen Zeigefinger hatte Anton beim Besuch im Müttercafé und in der Kita Steppenbergallee allerdings nicht im Gepäck. "Ich möchte die Eltern neugierig machen, sich mit der Medienwelt ihrer Kinder zu beschäftigen und vertraut zu machen", sagt Anton. Denn klar ist: "Medienerziehung muss in den Familien geleistet werden." Denn eins ist alarmierend: Immer mehr Jugendliche werden mediensüchtig. Der richtige Umgang mit Medien muss aber schon im Kindesalter gelernt werden. "Wer weiß, wie er mit Gefühlen wie Ärger, Wut, Enttäuschung und auch mit Langeweile umgehen kann, läuft nicht Gefahr, sie mit Medienkonsum zu verdrängen", motiviert Anton die Eltern.

Text: Rauke Xenia Bornefeld

Infos

Die "Initiative Eltern+Medien" der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) unterstützt Kindergärten und Kindertagesstätten, Schulen und Familienzentren, aber auch Pflegschaften und andere Initiativen bei der Planung und Organisation von Elternabenden zu Fragen der Mediennutzung. Im Auftrag der Initiative qualifiziert das Adolf-Grimme-Institut pädagogische Fachkräfte und vermittelt diese in die Einrichtungen vor Ort. Darüber hinaus gibt es umfangreiches Informationsmaterial. Die Honorare der Referenten übernimmt die "Initative Eltern+Medien".
Folgende Themen sind im Angebot:
Frühkindliche Medienerziehung; Internet und Handy; Computer- und Konsolenspiele; Hören

Weitere Infos zum Thema:
www.elternundmedien.de, www.schau-hin.info, www.flimmo.de, www.bzga.de und www.bmfsfj.de

nach oben

Entscheidung für das Leben
Im Jahr 2001 richtete das Marienhospital in Aachen ein Babyfenster ein. KingKalli sprach mit Geschäftsführer Rolf-Leonhard Haugrund über die Bedeutung dieser Einrichtung.
Kurz nachdem der Hamburger Verein SterniPark e.V. 2000 die erste Babyklappe eingeweiht hatte, entschied sich das Marienhospital 2001 als einzige Einrichtung in Aachen dafür, ebenfalls ein Babyfenster zu eröffnen.
Das erste Baby wurde im Winter 2007 in das Babyfenster gelegt, bisher ist es auch das einzige. "Entscheidung für das Leben", nennt Rolf-Leonard Haugrund das Handeln der Mutter, die sich dafür entschieden hat, dem Kind das Leben zu schenken und es einer besseren Zukunft übergeben wollte. Das Babyfenster möchte Rolf-Leonard Haugrund jedoch nur als einen kleinen Baustein in einer Kette von Hilfsangeboten verstanden wissen.

Brief an die Mutter

"Sie haben sich entschlossen, Ihr Baby in unsere Pflege und Obhut zu geben. ... Uns liegt es fern und wir haben kein Recht dazu, Ihre Entscheidung zu bewerten. Im Gegenteil, Sie handeln sehr verantwortlich, wenn Sie Ihrem Kind das Leben und eine Zukunft in Sicherheit und Geborgenheit ermöglichen möchten. ..."
Diese Worte stehen in einem Brief, den sich die Mutter aus dem Babyfenster nimmt, wenn sie ihr Kind hineinlegt. In Deutsch, Englisch und Französisch ist der Text verfasst. Die Mütter werden darüber aufgeklärt, dass sie - ohne Nachteile oder Strafe - acht Wochen lang das Recht haben, ihr Kind wieder anzunehmen, bevor es zur Adoption freigegeben wird. Außerdem bietet sich das Krankenhaus an, der Mutter helfend zur Seite zu stehen, sofern sie nach der Geburt versorgt werden muss. Der Brief wird ergänzt durch eine Liste mit den wichtigsten Anlaufstellen für Frauen in Notsituationen.
Und er ermutigt die Mütter, einen Brief, vielleicht mit Namensgebung, für ihr Kind zu hinterlassen, der diesem später ermöglicht mit seiner Geschichte umzugehen.

Ankopplung an Intensivstation

Während sich die Mutter anonym von dem Babyfenster zurückzieht, geht im Inneren des Krankenhauses die Versorgung des Kindes los, erläutern Sven Würzberg, Stationsleiter der Intensivstation und Schwester Katja das, was sie im Winter 2007 erlebt haben. Der kleine Raum, der direkt hinter dem Babyfenster eingerichtet ist, verfügt über ein Wärmebettchen, über dem eine Überwachungskamera angebracht ist. Sobald sich das Fenster von außen schließt, filmt die Kamera das Bettchen und auf dem Monitor der Intensivstation wird direkt sichtbar, was im Bettchen vor sich geht. Gleichzeitig ertönt ein akustisches Signal und das Personal läuft zum Bettchen. Neben dem Wickeltisch stehen ein Notfallkoffer und ein Beatmungsgerät ständig bereit, damit das Baby sofort optimal versorgt werden kann.
Wenn das Kind versorgt ist, wird das Jugendamt eingeschaltet, das sich um alles weitere kümmert. Acht Wochen später wird das Kind zur Adoption freigegeben.

Babyfenster - Ja oder Nein?

Rolf-Leonard Haugrund erinnert sich an seine Beweggründe, sich sofort für ein Babyfenster am Marienhospital einzusetzen, nachdem diese 2000 erstmals in Hamburg installiert wurden. In Würselen hatte es im selben Jahr einen Babyleichenfund gegeben und Haugrund wollte auch für Aachen eine sichere Möglichkeit schaffen, ein Neugeborenes anonym abzugeben, ohne dessen Gesundheit zu gefährden.
Eine Babyklappe soll die Zahl der ausgesetzten Kinder verringern. Lauf Auskunft des Deutschen Ärzteblattes März.08 werden pro Jahr 40 bis 50 Neugeborene ausgesetzt. Die Hälfte der Kinder wird tot aufgefunden. In Deutschland gibt es inzwischen laut SterniPark über 80 Babyklappen, die helfen sollen, einige dieser Babys zu retten.
Kritiker bemängeln dabei immer wieder die anonyme Abgabe stehe dem Recht des Kindes auf das Wissen um seine Herkunft gegen-über.

Für jeden eine Lösung

Rolf-Leonard Haugrund erachtet es als besonders wichtig, nicht nur den Neugeborenen zu helfen - wenn diese auch ohne ein Wissen über ihre Herkunft leben müssen - sondern auch den Müttern.
Er möchte auch den Frauen helfen, die ja die Kinder nicht abgetrieben haben, sondern ihr Kind die ganzen neun Monate austragen und es nun aus irgendeinem Grund nicht behalten können und auch nicht offiziell zur Adoption freigeben können.
Ob sie nun die Schwangerschaft zu spät bemerkten, um noch abzutreiben, die Schwangerschaft verdrängten oder verheimlichten, ob aus religiösen oder familiären Gründen, ist nebensächlich. Letztlich haben sie sich bewusst oder unterbewusst für das Kind entschieden.
Nun gilt es den bestmöglichen Weg zu finden. Und dieser Weg lässt sich für jeden finden, der Hilfe sucht, betont Haugrund. So arbeitet das Marienhospital mit verschiedenen Hilfseinrichtungen und dem Jugendamt zusammen und es hat sich in jedem Fall "irgendeine Lösung gefunden, die auch nicht an wirtschaftlichen Dingen festgemacht wird".
Haugrund erinnert sich auch an einen Fall, der sich vor ein paar Jahren im Marienhospital zugetragen hat. Nachdem eine junge Frau ihr Baby anonym zur Welt brachte, sah sie sich aufgrund der guten Betreuung doch in der Lage dazu, das Kind selbst groß zu ziehen.
Aber letztlich ist jeder Fall eine Geschichte mit Happy End, denn jedes lebende Neugeborene ist eine "Entscheidung für das Leben".

Anlaufstellen überregional:

SterniPark e.V./Projekt Findelbaby
www.sternipark.de

kostenlose, 24h-Notrufnummer: 0800-456 0 789
Die Notrufnummer ist bundesweit erreichbar. Schwangere und Frauen, die gerade entbunden haben, erhalten Beratung. Es kann die anonyme Übernahme eines Säuglings vereinbart werden, aber auch die Inanspruchnahme weiterer Hilfsangebote des Projektes.





nach oben


Das Dreiländereck, die Kreise Aachen und Düren, sowie die Eifel bieten viel Interessantes für Familien. Tagestermine und Tipps finden Sie auf www.kingkalli.de

nach oben